Grafschafter Nachrichten
Mittwoch, 22. November 2019

Einmal in die Rolle echter Handwerker schlüpfen und wertvolle Eindrücke aus dem Berufsleben gewinnen: Diese Erfahrung haben nun acht Jungs der Oberschule Uelsen in der „GenerationenWerkstatt“ gemacht.

 

Schüler fertigen Fußballtore und Solarmodule 22.11.19 GN Peter

Das Team Peters der Generationenwerkstatt (von links): Eike Reurik, Luca Kaske, Laurenz Leloux, Betreuer Johann Grobbe und René Lichtenberg mit einem der Fußballtore.

 

Von Sebastian Hamel

Uelsen/Itterbeck Über einen Zeitraum von drei Monaten ging es für die Acht- und Neuntklässler einmal pro Woche zu Peters Stahlbau aus Itterbeck beziehungsweise zu Kronemeyer (Sanitär und Fliesen) aus Uelsen, um unter fachlicher Anleitung zu schweißen, schleifen, schneiden oder löten. Mit einer Feierstunde abend wurde das Projekt jetzt abgeschlossen.

Die Schüler Jan Veddeler, Thijs Meijerink, Fabian Flohe und Nico Peters waren bei der Kronemeyer GmbH zu Gast und fertigten zusammen mit Betreuer Rainer Veldmann thermische Solarmodule. Für das Unternehmen ist es bereits die sechste „GenerationenWerkstatt“. Ausbildungsleiter Berend Lucas berichtete, durch das Projekt habe der Betrieb bereits Auszubildende gewonnen – und auch aus der aktuellen Truppe seien bereits zwei Anfragen für Praktika gestellt worden.

Schüler fertigen Fußballtore und Solarmodule 22.11.19 GN Kronemeyer

Das Team Kronemeyer (von links): Fabian Flohe, Betreuer Rainer Veldmann, Thijs Meijerink, Jan Veddeler und Nico Peters mit einem der Solarmodule. Fotos: Sebastian Hamel

 

Eike Reurik, Luca Kaske, Laurenz Leloux und René Lichtenberg schufen bei Peters Stahlbau zusammen mit „Un-Ruheständler“ Johann Grobbe metallene Fußballtore. Die stattlichen Objekte messen eine Größe von 120 mal 80 Zentimetern. Das Unternehmen Peters war auch Gastgeber des Abschlussabends und hieß die Besucher – darunter Eltern und Lehrkräfte – an seinem 155-Mitarbeiterstarken Standort in Itterbeck willkommen.

Für Peters Stahlbau ist es die dritte „GenerationenWerkstatt“ im Haus – und Geschäftsführer Holger Hans betonte in seinen Begrüßungsworten, es bereite ihm immer wieder Freude zu sehen, wie eifrig dabei gearbeitet werde. Mit dem Projekt wolle man die Begeisterung der Jugend fürs Handwerk wecken: „Es gibt heute Verdienstmöglichkeiten und Aufstiegschancen wie noch nie. Mit einer soliden Ausbildung im Handwerk ist der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft gelegt“, so Hans.

Auch Kai Schmidt, Leiter der Oberschule Uelsen, lobte die „GenerationenWerkstatt“. Es gebe nur Gewinner: Die Schüler seien um eine wichtige Erfahrung reicher und die Unternehmen treffen auf möglichen Nachwuchs. Er sprach allen Beteiligten seinen großen Dank aus. Mit einer Betriebsführung durch die Werkshallen und anschließendem geselligen Beisammensein klang der Abend aus.

Initiiert wurde das Projekt „GenerationenWerkstatt“ vor rund fünf Jahren durch die Ursachenstiftung Osnabrück. Koordinatorin Renate Beineke teilte am Donnerstagabend die Zertifikate an die teilnehmenden Schüler aus und würdigte es, dass seit 2016 bereits elf Durchläufe zusammen mit der Oberschule Uelsen verwirklicht werden konnten.

Insgesamt steigt jährliche Anzahl der Werkstätten im Gebiet zwischen Ostfriesland und Westfalen stetig an – von 18 im Jahr 2015 auf 50 im Jahr 2018. Alle Informationen zum Projekt sind im Internet unter www.generationenwerkstatt.org zu finden.

 

Grafschafter Nachrichten
Mittwoch, 13. November 2019

13 Schüler haben sich bei den Generationen-Werkstätten für ein handwerkliches Projekt im Bauunternehmen Anton Meyer GmbH & Co. KG, bei der Rohr- und Metallbau Busch GmbH oder im Unternehmen für Sanitär, Heizung und Fliesen Kronemeyer GmbH entschieden.

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13 Schüler konnten sich bei den neuen Generationenwerkstatt-Projekten für eine handwerkliche Tätigkeit im Bauunternehmen Anton Meyer GmbH & Co. KG, bei der Rohr- und Metallbau Busch GmbH oder im Unternehmen für Sanitär, Heizung und Fliesen Kronemeyer GmbH entscheiden. Bei der Auftaktveranstaltung in der Halle des Bauunternehmens Anton Meyer in Neuenhaus lernten die Schüler ihre Betreuer kennen. Foto: privat

 

Neuenhaus Das Angebot für die Schüler war groß. Gleich mit drei Generationen-Werkstätten startete die Wilhelm-Staehle-Schule in Neuenhaus nach den Herbstferien. 13 Schüler konnten sich für eine handwerkliche Projektarbeit im Bauunternehmen Anton Meyer GmbH & Co. KG, bei der Rohr- und Metallbau Busch GmbH oder im Unternehmen für Sanitär, Heizung und Fliesen Kronemeyer GmbH entscheiden. Bei der Auftaktveranstaltung in der Halle des Bauunternehmens Anton Meyer in Neuenhaus lernten die Schüler ihre Betreuer und die Projektarbeit kennen. In den kommenden Wochen werden sie jeweils einen Nachmittag in der Woche mit den Betreuern arbeiten.

„Die Hauptpersonen sind heute die Jungen“, begrüßte Uwe Paulsen, Prokurist des Unternehmens Anton Meyer, die Gäste. Denn „sie sind die kommenden, angehenden Fachkräfte der Unternehmen, die jetzt stark umworben werden“, so Paulsen weiter.

Der Ausbilder Andre van den Bosch betreut die Schüler Nick Siebert, Noah Soumah, Nico Kolb, Simon Witte und Norik Pretzel in dem Projekt. Für die Schule soll ein Blumenkübel aus Beton entstehen. Außerdem wird sich jeder Schüler eine Schreibtischlampe mit einem Beton-Fuß fertigen. Ein Exemplar wird auch auf dem Schreibtisch der Schulleiterin Ulrike Arends einen Platz finden – dafür werde er sorgen, versicherte Paulsen.

Thorsten Busch, Geschäftsführer von Rohr- und Metallbau Busch, präsentierte die Pläne von einer farbenfrohen Projektarbeit. Matthew Steffens, Sem Verbokkem Florian Gövert und Steffen Voet bauen mit dem Betreuer Bernhold Woltering eine Relax-Liege. In strahlendem Rot wird sie auf dem Schulhof der Wilhlem-Staehle-Schule stehen. Dieses Modell sei langlebig ausgelegt, so Busch. „Jetzt sind wir gespannt auf die Arbeit und freuen uns auf den Start des Projektes.“

Hans-Georg Kronemeyer stellte seine bewährte Projektarbeit, das thermische Solarmodul, vor. Gemeinsam an der Werkbank bei Kronemeyer sind die Schüler: Max Knötzsch, Thorben Olthoff, Elias Rigas und Dennis Baptista mit ihrem Betreuer Rainer Veltmann. Das Solarmodul ist mobil und „das Wasser wird darin richtig warm“, erklärte Kronemeyer. Zur Menge des Wassers erklärte der Geschäftsführer des Unternehmens schmunzelnd „eine Hamsterdusche ist möglich“.

Renate Beineke, Botschafterin der Generationen-Werkstatt, freute sich über die rege Teilnahme der Eltern zum Projektauftakt. „Die frühe berufliche Orientierung ihrer Kinder sei sehr wichtig, denn sie werden sich schon bald entscheiden müssen, welchen Berufsweg sie einschlagen möchten.“ Spannend waren die Zahlen, die Beineke berichten konnte: „Die Wilhelm-Staehle-Schule hat seit 2015 mit sechs Unternehmen bereits 18 GW-Projekte mit insgesamt 72 Schülern durchgeführt.“ Beineke bedankte sich bei der Wilhelm-Staehle-Schule und den Unternehmen dafür, dass die Projekte so toll laufen. Das sei zum Wohle der Schüler.

Prokurist Paulsen bestätigte: „Es war bisher eine gute Zusammenarbeit. Ich werde alles daransetzen, dass es dabei bleibt.“ Auch Schulleiterin Ulrike Arends lobte das Projekt und die gute Zusammenarbeit innerhalb der Generationen-Werkstätten. Anfangs sei sie skeptisch gewesen, weil die Gruppen klein seien. Doch inzwischen sei sie „vollkommen überzeugt“ von der individuellen Betreuung der Schüler. „Wir machen begeistert so weiter, Frau Beineke“, sagte Arends.

 

Grafschafter Nachrichten
Freitag, 30. August 2019

Die Oberschule Uelsen startet mit zwei Generationen-Werkstätten. Jeweils vier Schüler werden in den Unternehmen Kronemeyer und Peters Stahlbau erste Berufserfahrungen sammeln. Unter Anleitung werden sie thermische Solarmodule und Fußballtore bauen.

 Generationenwerkstatt

Die Generationen-Werkstätten haben neue Mitarbeiter: Jeweils vier Schüler werden in den kommenden Wochen in den Unternehmen Kronemeyer und Peters Stahlbau erste Berufserfahrungen sammeln. Unser Bild zeigt sie zusammen mit ihren Betreuern und Lehrern. Foto: Ursachenstiftung Osnabrück


Uelsen Das Schuljahr hat kaum begonnen, da startet die Oberschule Uelsen gleich wieder mit zwei Generationen-Werkstätten. Jeweils vier Schüler werden in den kommenden Wochen in den Unternehmen Kronemeyer und Peters Stahlbau erste Berufserfahrungen sammeln. Unter fachkundiger Anleitung werden sie thermische Solarmodule und Fußballtore bauen.


„Wir werden in Zukunft viele Fachleute mit handwerklichem Know-how brauchen, denn auf die sind wir Laien angewiesen“, betonte der neue Schulleiter Kai Schmidt beim Auftakt im Unternehmen Kronemeyer. Die Idee der Generationen-Werkstatt, Alt und Jung zusammenzubringen, finde er „total genial“: „Die Jugendlichen haben die Chance, eine ganz besondere Art der Berufsorientierung zu erleben, mit viel Zeit und ohne Druck. Zugleich haben die Unternehmen Gelegenheit, sich ein Bild von den jungen Leuten zu machen.“ Für alle Seiten sei das Projekt ein Gewinn.
Diese Begeisterung für die Generationen-Werkstatt begrüßte Projekt-Botschafterin Renate Beineke von der Ursachenstiftung Osnabrück sehr. Nach dem Abschied von Amtsvorgängerin Marianne Fischer im vergangenen Jahr war nicht klar, ob und wie es mit dem Projekt weitergehen würde. Fischer hatte sich als Schulleiterin von Anfang an für die Generationen-Werkstatt stark gemacht und insgesamt neun Projekte mit verschiedenen Unternehmen durchgeführt. Nachfolger Schmidt und Schulsozialarbeiter Andreas Schoo traten also ein gewichtiges Erbe an.


An einem Nachmittag pro Woche werden Thijs Meijerink, Jan Veddeler, Fabian Flohe und Nico Peters bei Kronemeyer unter fachkundiger Anleitung von Ausbildungsleiter Berend Lucas und Betreuer Rainer Veldmann thermische Solarmodule bauen, die sie nach Projektende mit nach Hause nehmen dürfen. „Daran kann man alle wichtigen Techniken zeigen: Biegen, Kanten, Pressen, Löten und Lackieren“, erläuterte Veldmann.
Kronemeyer setzt schon seit Langem auf das Projekt Generationen-Werkstatt, um Nachwuchs fürs eigene Unternehmen zu gewinnen. Viermal haben ehemalige Teilnehmer bereits Ausbildungsverträge beim Sanitär- und Heizungsunternehmen unterzeichnet.


Dieses Glück hatte Peters Stahlbau bislang noch nicht. Aber womöglich klappe es ja diesmal, bemerkte Ausbildungsleiterin Karina Wolf bei der Auftaktveranstaltung mit den Schülern, ihren Eltern und Klassenlehrern. Die vier Schüler Eike Reurik, Luka Kaske, Laurenz Leloux und René Lichtenberg werden zusammen mit Betreuer Johann Grobbe kleine Fußballtore bauen, die die Jungen am Ende behalten dürfen.


Mit diesen beiden Projekten setze die Grafschaft Bentheim ihre Vorreiterrolle bei der Generationen-Werkstatt fort, betonte Beineke. Mit 31 Projekten seit 2015, zehn Unternehmen und vier Schulen sei die Region sehr gut aufgestellt. Bereits 120 Schüler erhielten von der Ursachenstiftung ein Zertifikat, das sie bei einer späteren Bewerbung vorlegen können.