Grafschafter Nachrichten

Dienstag, 14. September 2020

Uelsen In den kommenden Wochen werden insgesamt zwölf Schüler der Oberschule Uelsen erstmals Werkstatt-Luft schnuppern: Im Sanitär- und Heizungsunternehmen Kronemeyer dürfen sie unter fachkundiger Anleitung thermische Solarmodule bauen, bei Stahlbau Peters werden sie eine Verbindungstreppe für den Heimathof Itterbeck konstruieren und im Landtechnikunternehmen Engbers Söhne soll eine Lichtanlage entstehen.

Normalerweise findet der Auftakt zu einer neuen „GenerationenWerkstatt“ in einem der beteiligten Unternehmen statt. Schüler, Eltern, Lehrer, Betreuer und andere Gäste sind dazu eingeladen, sich näher kennen zu lernen und etwas über die geplanten Projekte zu erfahren. Corona-bedingt musste der Auftakt diesmal wesentlich kleiner ausfallen: In der Mensa der Oberschule Uelsen fanden die Projektpartner genug Platz für alle Beteiligten, wobei die Eltern diesmal nicht dabei sein durften, um die maximale Teilnehmerzahl nicht zu überschreiten.

„Wir freuen uns, dass wir jetzt wieder mit der GenerationenWerkstatt durchstarten können“, betonte Schulleiter Kai Schmidt. „Gerade auch vor dem Hintergrund, dass durch Corona die von langer Hand geplanten Betriebspraktika entfallen mussten.“ Das GenerationenWerkstatt-Projekt zur Berufsorientierung im Handwerk sei bei den Schülern mittlerweile sehr beliebt. „Es gibt immer mehr aktive Anfragen von Schülern. Unsere Warteliste für das kommende Jahr ist bereits voll.“

Kreatives Handwerk

In einer GenerationenWerkstatt lernt eine kleine Gruppe von drei bis maximal fünf Schülern ein Handwerksunternehmen aus der Umgebung ganz genau kennen. Etwa acht bis zehn Wochen lang, einmal pro Woche, am Nachmittag besuchen die Schüler das Unternehmen und arbeiten mit einem erfahrenen Betreuer an einem eigens für sie erdachten Projekt. „Die Teilnehmer dürfen etwas bauen und dabei auch selbst kreativ werden“, erklärte Projekt-Botschafterin Renate Beineke von der Ursachenstiftung in Osnabrück. Das und die intensive persönliche Betreuung im Betrieb seien die wesentlichen Erfolgsfaktoren des Projekts, das allein in der Grafschaft Bentheim bereits von zwölf verschiedenen Unternehmen angeboten wird.

In diesem Jahr ist das traditionsreiche Unternehmen Engbers Söhne mit Hauptsitz in Uelsen neu dabei. Geschäftsführer Martin Schüürmann, Werkstattleiter Jörg Altena und Projektleiter Heinrich Poll, langjähriger Mitarbeiter im Ruhestand, haben sich etwas für die vier Schüler, die zu ihnen kommen, ausgedacht: Sie werden mit Betreuer Heinrich Poll eine Lichtanlage konstruieren. „Nach Fertigstellung werde ich einige Fehler einbauen, die von den Schülern dann gefunden und behoben werden sollen“, kündigte Poll an.

Die Vierergruppe bei Peters Stahlbau wird eine Verbindungstreppe zwischen zwei Gebäuden auf dem Heimathof in Itterbeck fertigen. Ausbildungsleiterin Karina Wolf, Werkstattleiter Christian Jans und Betreuer Johann Grobbe stellten das Projekt anhand einer Skizze vor. „Diese Stahltreppe baut ihr für die Ewigkeit. Da könnt ihr in fünfzig Jahren noch mit euren Enkeln dran vorbeifahren“, erklärte Grobbe den Jungen.

Das Sanitär- und Heizungsunternehmen Kronemeyer aus Uelsen startet in diesem Herbst bereits zum sechsten Mal eine GenerationenWerkstatt und gehört damit schon zu den „alten Hasen“. „Wir haben schon mehrere Auszubildende durch das Projekt für uns gewinnen können“, berichtete Ausbildungsleiter Berend Lucas am Rande der Auftaktveranstaltung. Wie gewohnt wird das Kronemeyer-Team thermische Solarmodule bauen, die die Schüler am Ende mit nach Hause nehmen dürfen. „Daran kann man alle wichtigen Techniken zeigen: Biegen, Kanten, Pressen, Löten und Lackieren“, erläuterte Gruppenbetreuer Rainer Veldmann. Außerdem werden sie in diesem Jahr zusätzlich Digitalanzeigen für die Module bauen.

Beim Abschluss im November, den die Firma Engbers Söhne ausrichten wird, können hoffentlich die Eltern der Schüler wieder mit dabei sein, bekundete Projekt-Botschafterin Beineke. Erfahrungsgemäß sei es ganz wichtig, auch die Eltern einzubeziehen, ihnen die Betriebe und die beruflichen Möglichkeiten für ihre Kinder vorzustellen. „Die Einstellung der Eltern spielt für die jungen Leute eine große Rolle, wenn es um eine Entscheidung für oder gegen einen Ausbildungsplatz geht.“

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Schüler, Betreuer, Lehrer und weitere Projektbeteiligte bei der Auftaktveranstaltung auf dem Schulhof der Oberschule. Foto: privat
 

Grafschafter Nachrichten

Dienstag, 02. Juni 2020

Clever investieren in eine neue Heizung

 

NORDHORN Corona und seine Folgen zwingt aktuell viele Menschen in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Hausbesitzer haben jetzt viel Zeit, den Keller aufzuräumen oder im Garten zu arbeiten. Ebenso sinnvoll ist es, sich Gedanken über eine neue Heizungsanlage zu machen. Sie spart Energie und ist gut fürs Klima. Denn Heizungen ab einem Alter von 15 Jahren entsprechen oft nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. "Clevere Hauseigentümer, die jetzt den Heizungstausch planen und einen Handwerkertermin vereinbaren, können von den deutlich gestiegenen Fördermitteln profitieren, die Energiekosten künftig senken und damit auch etwas Positives für die Umwelt tun", rät Helmut Bramann,Hauptgeschäftsführer beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK).Weiter Infos gibt es unter www.wasserwaermeluft.de

Heizungsfachmann berät zum Thema Fördermittel

Im Rahmen des Klimapakets der Bundesregierung wurden die Fördermöglichkeiten für das Heizen mit erneuerbaren Energien erhöht. Vor Beantragung solcher Mittel (www.bafa.de) sollte man sich vom SHK-Innungshandwerker alle Details zu den geplanten Maßnahmen und den möglichen Förderungen erklären lassen. Er kennt sich aus, entsprechende Arbeiten können auch in Zeiten von Corona sicher und geschützt ausgeführt werden. "Förderfähig sind nur Maßnahmen, mit denen zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht begonnen wurde", mahnt Helmut Bramann. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Der Einbau einer Wärmepumpe oder einer Biomasseanlage wird mit jeweils 35 Prozent gefördert. Für eine Solarkollektoranlage zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung gibt es einen Zuschuss von 30 Prozent. Für eine Hybridheizung mit erneuerbaren Energien beträgt die Förderung 35 Prozent, und der Einbau einer Gas-Hybridheizung wird nur im Gebäudebestand mit 30 Prozent unterstützt. Ölheizungen sind weiterhin erlaubt, vorweg genannte, die Effizienz verbessernde Komponenten mit erneuerbaren Energien werden gefördert.

Klimapaket des Bundes zeigt Wirkung

Die neuen Fördermöglichkeiten zeigen Wirkung: Fast jeder achte Hauseigentümer möchte einer Kantar-Umfrage im Auftrag des ZVSHK zufolge seine Heizungsanlage in den nächsten zwei Jahren erneuern. 63 Prozent der Modernisierungswilligen nannten die Einbindung erneuerbarer Energien und die CO2-Reduzierung als ausschlaggebenden Grund. Dennoch ist in Sachen Modernisierung von Heizungen noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Denn 58 Prozent der Hauseigentümer erklärten, ihr Heizungssystem sei nicht alt genug, um es modernisieren zu lassen. "Eine völlige Fehleinschätzung", sagt Helmut Bramann. Tatsächlich arbeite derzeit nur jede fünfte Heizung effizient und unter Einbindung erneuerbarer Energien.                                                                                                 djd

ZVSHK Heizung Pumpencheck
Alle für die Durchführung einer Modernisierungsmaßnahme notwendigen Arbeiten werden mit dem jeweiligen attraktiven Fördersatz bezuschusst,                                                                   Foto: djd/ZVSHK

Mittwoch, 27. Mai 2020

Wir alle müssen uns umstellen und nachdenken über unseren Lebensstil – zum Schutz des Klimas und der Umwelt. Doch auf Dinge wie das eigene Auto oder Flugreisen lässt sich oft nicht so einfach verzichten. Wo aber jeder etwas tun kann, ist die Wärme- und Warmwasserversorgung im eigenen Haus auf erneuerbare Energieträger umzustellen. Das funktioniert am besten mit einer Wärmepumpe – jetzt auch im Baubestand.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind nicht „weit weg“, sondern mittlerweile auch bei uns deutlich spürbar. Laut des Klima-Risiko-Index war Deutschland 2018 sogar einer der am stärksten betroffenen Staaten. Seit 14 Jahren wird der Klima-Risiko-Index von der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch auf den Klimakonferenzen vorgestellt. 2018 waren demnach Japan, die Philippinen und Deutschland am stärksten von Wetterextremen betroffen.

DREI VIERTEL DER ENERGIE IM HAUS WIRD FÜR WÄRME- UND WARMWASSERVERSORGUNG EINGESETZT

Doch was kann jeder Einzelne tun, um seinen persönlichen CO2-Fußabdruck zu reduzieren? Gerade auf dem Land lässt sich nicht beliebig auf das eigene Auto verzichten. Und auch die Flugreise in den Urlaub ist aus vielerlei Gründen nicht beliebig ersetzbar. Betrachtet man jedoch die Energiebilanz des eigenen Gebäudes, sieht man, dass rund drei Viertel aller eingesetzten Energie für die Heizwärme- und Warmwasserversorgung benötigt wird. Wird diese Wärme mit fossilen Energieträgern hergestellt, entsteht zwangsläufig CO2.

Minimieren oder sogar vollständig vor Ort vermeiden lassen sich diese CO2-Emissionen mit modernen Wärmepumpen. Doch bekanntermaßen waren Wärmepumpen bislang vor allem für den Neubau geeignet, in dem dank guter Dämmung und Flächenheizungen nur geringe Vorlauftemperaturen benötigt werden. Welche Alternative bleibt deswegen bei der Heizungssanierung im Baubestand, wenn man gleichzeitig die Heizkosten reduzieren und die CO2-Emissionen minimieren will?

 aroTHERM plus Systemschaltbild
Aktiver Klimaschutz und CO2 einsparen ist mit der neuen Wärmepumpe aroTHERM plus von Vaillant bei der Heizung und Warmwasserversorgung jetzt auch im Baubestand möglich.

 

AROTHERM PLUS: NEUE LEISTUNGSGRENZEN FÜR DEN BAUBESTAND

Die Antwort bietet Vaillant mit seiner neuen Luft/Wasser-Wärmepumpe aroTHERM plus, die erstmals in der Lage ist, Heizungs-Vorlauftemperaturen von bis zu 75 °C und Warmwasser bis zu 70 °C zu erzeugen. Mit ihr kann ein Gebäude aus den 80er oder 90er Jahren mit der seinerzeit vorgeschriebenen Dämmung, das bauartbedingt eine Vorlauftemperatur von 55 °C benötigt, künftig ebenfalls eine wirtschaftliche Basis für den Einsatz einer Wärmepumpe bilden.

 aroTHERM plus
Auch da, wo konventionelle Wärmepumpen bislang ihre Leistungsgrenze erreicht haben, bietet die neue aroTHERM plus von Vaillant eine effiziente und sichere Wärmeversorgung.

 

Und so kann auch da, wo konventionelle Wärmepumpen bislang ihre Leistungsgrenze erreicht haben, die neue Wärmepumpe eine effiziente, sichere Wärmeversorgung bieten. Bislang mit Gas- oder Öl-Wärmeerzeugern versorgte Heizanlagen mit Radiatoren und einer Vorlauftemperatur von bis zu rund 55 °C können in der Regel mit der aroTHERM plus saniert werden. Flächenheizungen sind nicht mehr unbedingt erforderlich. Die regelbare, modulierende Wärmepumpe passt die benötigte Leistung zu jedem Betriebspunkt automatisch optimal an. Darüber hinaus wichtig: Ein Legionellenschutz kann ohne elektrische Zusatzheizung realisiert werden. Außerdem besteht für den Einsatz im Sommer in Verbindung mit einer Flächenheizung wie z.B. einer Fußbodenheizung die Möglichkeit zur aktiven Kühlung – ein echter Zusatznutzen in immer heißeren Sommern. Wird diese Wärmepumpe noch mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage auroPOWER und einem Batteriespeicher eloPACK von Vaillant im System ergänzt, sinkt der CO2-Ausstoß der eigenen Wärme- und Warmwassererzeugung über das Jahr berechnet schnell auf Null. Und das überzeugt nicht nur die eigenen Kinder, sondern auch die Umwelt.

Und wenn eher eine Sole- als eine Luft/Wasser-Wärmepumpe gewünscht ist? Dafür bietet sich das flexoTHERM Wärmepumpenprogramm von Vaillant an. Es lässt sich schnell und einfach auf alle Anforderungen des jeweiligen Gebäudes sowie der Nutzer einrichten. Diese Wärmepumpen wurden mit einem intelligenten Systemkonzept entwickelt. Grundlage ist eine besonders leise Sole/Wasser-Wärmepumpe. In Ergänzung mit dem Luftkollektor aroCOLLECT wird sie zur perfekten Luft/Wasser-Wärmepumpe. Und in Kombination mit dem Grundwasser-Modul fluoCOLLECT ist sie eine hoch effiziente Wasser/Wasser-Wärmepumpe.

 flexoTHERM
Das flexoTHERM Wärmepumpenprogramm von Vaillant lässt sich schnell und einfach auf alle Anforderungen des jeweiligen Gebäudes sowie der Nutzer einrichten. Grundlage ist eine besonders leise Sole/Wasser-Wärmepumpe.

 

Alle Modelle erreichen in Kombination mit dem Systemregler multiMATIC 700 die höchsten Energieeffizienzklassen A++ und A+++. Das schont zum einen die Umwelt und zum anderen den eigenen Geldbeutel. In Verbindung mit dem Internetmodul wird die Heizungsanlage zudem onlinefähig. Mit der kostenfreien multiMATIC App kann man dann die Heizung auch bequem mit dem Smartphone oder Tablet steuern.

Höchsten Warmwasserkomfort auf kleinstem Raum erhält man darüber hinaus mit der flexoCOMPACT exclusive, die Warmwasserspeicher und Wärmepumpe in einem Gerät kombiniert. Ansonsten basiert sie auf dem gleichen flexiblen und intelligenten flexoTHERM Systemkonzept. Der örtliche Vaillant Fachhandwerkspartner berät hierzu gerne vor Ort.

 Text und Fotos: Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG