Grafschafter Nachrichten

Dienstag, 02. Juni 2020

Clever investieren in eine neue Heizung

 

NORDHORN Corona und seine Folgen zwingt aktuell viele Menschen in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Hausbesitzer haben jetzt viel Zeit, den Keller aufzuräumen oder im Garten zu arbeiten. Ebenso sinnvoll ist es, sich Gedanken über eine neue Heizungsanlage zu machen. Sie spart Energie und ist gut fürs Klima. Denn Heizungen ab einem Alter von 15 Jahren entsprechen oft nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. "Clevere Hauseigentümer, die jetzt den Heizungstausch planen und einen Handwerkertermin vereinbaren, können von den deutlich gestiegenen Fördermitteln profitieren, die Energiekosten künftig senken und damit auch etwas Positives für die Umwelt tun", rät Helmut Bramann,Hauptgeschäftsführer beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK).Weiter Infos gibt es unter www.wasserwaermeluft.de

Heizungsfachmann berät zum Thema Fördermittel

Im Rahmen des Klimapakets der Bundesregierung wurden die Fördermöglichkeiten für das Heizen mit erneuerbaren Energien erhöht. Vor Beantragung solcher Mittel (www.bafa.de) sollte man sich vom SHK-Innungshandwerker alle Details zu den geplanten Maßnahmen und den möglichen Förderungen erklären lassen. Er kennt sich aus, entsprechende Arbeiten können auch in Zeiten von Corona sicher und geschützt ausgeführt werden. "Förderfähig sind nur Maßnahmen, mit denen zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht begonnen wurde", mahnt Helmut Bramann. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Der Einbau einer Wärmepumpe oder einer Biomasseanlage wird mit jeweils 35 Prozent gefördert. Für eine Solarkollektoranlage zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung gibt es einen Zuschuss von 30 Prozent. Für eine Hybridheizung mit erneuerbaren Energien beträgt die Förderung 35 Prozent, und der Einbau einer Gas-Hybridheizung wird nur im Gebäudebestand mit 30 Prozent unterstützt. Ölheizungen sind weiterhin erlaubt, vorweg genannte, die Effizienz verbessernde Komponenten mit erneuerbaren Energien werden gefördert.

Klimapaket des Bundes zeigt Wirkung

Die neuen Fördermöglichkeiten zeigen Wirkung: Fast jeder achte Hauseigentümer möchte einer Kantar-Umfrage im Auftrag des ZVSHK zufolge seine Heizungsanlage in den nächsten zwei Jahren erneuern. 63 Prozent der Modernisierungswilligen nannten die Einbindung erneuerbarer Energien und die CO2-Reduzierung als ausschlaggebenden Grund. Dennoch ist in Sachen Modernisierung von Heizungen noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Denn 58 Prozent der Hauseigentümer erklärten, ihr Heizungssystem sei nicht alt genug, um es modernisieren zu lassen. "Eine völlige Fehleinschätzung", sagt Helmut Bramann. Tatsächlich arbeite derzeit nur jede fünfte Heizung effizient und unter Einbindung erneuerbarer Energien.                                                                                                 djd

ZVSHK Heizung Pumpencheck
Alle für die Durchführung einer Modernisierungsmaßnahme notwendigen Arbeiten werden mit dem jeweiligen attraktiven Fördersatz bezuschusst,                                                                   Foto: djd/ZVSHK

Mittwoch, 27. Mai 2020

Wir alle müssen uns umstellen und nachdenken über unseren Lebensstil – zum Schutz des Klimas und der Umwelt. Doch auf Dinge wie das eigene Auto oder Flugreisen lässt sich oft nicht so einfach verzichten. Wo aber jeder etwas tun kann, ist die Wärme- und Warmwasserversorgung im eigenen Haus auf erneuerbare Energieträger umzustellen. Das funktioniert am besten mit einer Wärmepumpe – jetzt auch im Baubestand.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind nicht „weit weg“, sondern mittlerweile auch bei uns deutlich spürbar. Laut des Klima-Risiko-Index war Deutschland 2018 sogar einer der am stärksten betroffenen Staaten. Seit 14 Jahren wird der Klima-Risiko-Index von der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch auf den Klimakonferenzen vorgestellt. 2018 waren demnach Japan, die Philippinen und Deutschland am stärksten von Wetterextremen betroffen.

DREI VIERTEL DER ENERGIE IM HAUS WIRD FÜR WÄRME- UND WARMWASSERVERSORGUNG EINGESETZT

Doch was kann jeder Einzelne tun, um seinen persönlichen CO2-Fußabdruck zu reduzieren? Gerade auf dem Land lässt sich nicht beliebig auf das eigene Auto verzichten. Und auch die Flugreise in den Urlaub ist aus vielerlei Gründen nicht beliebig ersetzbar. Betrachtet man jedoch die Energiebilanz des eigenen Gebäudes, sieht man, dass rund drei Viertel aller eingesetzten Energie für die Heizwärme- und Warmwasserversorgung benötigt wird. Wird diese Wärme mit fossilen Energieträgern hergestellt, entsteht zwangsläufig CO2.

Minimieren oder sogar vollständig vor Ort vermeiden lassen sich diese CO2-Emissionen mit modernen Wärmepumpen. Doch bekanntermaßen waren Wärmepumpen bislang vor allem für den Neubau geeignet, in dem dank guter Dämmung und Flächenheizungen nur geringe Vorlauftemperaturen benötigt werden. Welche Alternative bleibt deswegen bei der Heizungssanierung im Baubestand, wenn man gleichzeitig die Heizkosten reduzieren und die CO2-Emissionen minimieren will?

 aroTHERM plus Systemschaltbild
Aktiver Klimaschutz und CO2 einsparen ist mit der neuen Wärmepumpe aroTHERM plus von Vaillant bei der Heizung und Warmwasserversorgung jetzt auch im Baubestand möglich.

 

AROTHERM PLUS: NEUE LEISTUNGSGRENZEN FÜR DEN BAUBESTAND

Die Antwort bietet Vaillant mit seiner neuen Luft/Wasser-Wärmepumpe aroTHERM plus, die erstmals in der Lage ist, Heizungs-Vorlauftemperaturen von bis zu 75 °C und Warmwasser bis zu 70 °C zu erzeugen. Mit ihr kann ein Gebäude aus den 80er oder 90er Jahren mit der seinerzeit vorgeschriebenen Dämmung, das bauartbedingt eine Vorlauftemperatur von 55 °C benötigt, künftig ebenfalls eine wirtschaftliche Basis für den Einsatz einer Wärmepumpe bilden.

 aroTHERM plus
Auch da, wo konventionelle Wärmepumpen bislang ihre Leistungsgrenze erreicht haben, bietet die neue aroTHERM plus von Vaillant eine effiziente und sichere Wärmeversorgung.

 

Und so kann auch da, wo konventionelle Wärmepumpen bislang ihre Leistungsgrenze erreicht haben, die neue Wärmepumpe eine effiziente, sichere Wärmeversorgung bieten. Bislang mit Gas- oder Öl-Wärmeerzeugern versorgte Heizanlagen mit Radiatoren und einer Vorlauftemperatur von bis zu rund 55 °C können in der Regel mit der aroTHERM plus saniert werden. Flächenheizungen sind nicht mehr unbedingt erforderlich. Die regelbare, modulierende Wärmepumpe passt die benötigte Leistung zu jedem Betriebspunkt automatisch optimal an. Darüber hinaus wichtig: Ein Legionellenschutz kann ohne elektrische Zusatzheizung realisiert werden. Außerdem besteht für den Einsatz im Sommer in Verbindung mit einer Flächenheizung wie z.B. einer Fußbodenheizung die Möglichkeit zur aktiven Kühlung – ein echter Zusatznutzen in immer heißeren Sommern. Wird diese Wärmepumpe noch mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage auroPOWER und einem Batteriespeicher eloPACK von Vaillant im System ergänzt, sinkt der CO2-Ausstoß der eigenen Wärme- und Warmwassererzeugung über das Jahr berechnet schnell auf Null. Und das überzeugt nicht nur die eigenen Kinder, sondern auch die Umwelt.

Und wenn eher eine Sole- als eine Luft/Wasser-Wärmepumpe gewünscht ist? Dafür bietet sich das flexoTHERM Wärmepumpenprogramm von Vaillant an. Es lässt sich schnell und einfach auf alle Anforderungen des jeweiligen Gebäudes sowie der Nutzer einrichten. Diese Wärmepumpen wurden mit einem intelligenten Systemkonzept entwickelt. Grundlage ist eine besonders leise Sole/Wasser-Wärmepumpe. In Ergänzung mit dem Luftkollektor aroCOLLECT wird sie zur perfekten Luft/Wasser-Wärmepumpe. Und in Kombination mit dem Grundwasser-Modul fluoCOLLECT ist sie eine hoch effiziente Wasser/Wasser-Wärmepumpe.

 flexoTHERM
Das flexoTHERM Wärmepumpenprogramm von Vaillant lässt sich schnell und einfach auf alle Anforderungen des jeweiligen Gebäudes sowie der Nutzer einrichten. Grundlage ist eine besonders leise Sole/Wasser-Wärmepumpe.

 

Alle Modelle erreichen in Kombination mit dem Systemregler multiMATIC 700 die höchsten Energieeffizienzklassen A++ und A+++. Das schont zum einen die Umwelt und zum anderen den eigenen Geldbeutel. In Verbindung mit dem Internetmodul wird die Heizungsanlage zudem onlinefähig. Mit der kostenfreien multiMATIC App kann man dann die Heizung auch bequem mit dem Smartphone oder Tablet steuern.

Höchsten Warmwasserkomfort auf kleinstem Raum erhält man darüber hinaus mit der flexoCOMPACT exclusive, die Warmwasserspeicher und Wärmepumpe in einem Gerät kombiniert. Ansonsten basiert sie auf dem gleichen flexiblen und intelligenten flexoTHERM Systemkonzept. Der örtliche Vaillant Fachhandwerkspartner berät hierzu gerne vor Ort.

 Text und Fotos: Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG

Grafschafter Nachrichten

Freitag, 22. Mai 2020

Wer Fragen zu einer Solaranlage auf seinem Ein- oder Zweifamilienhaus hat, kann sich ab sofort kompetent bei den Energieberatern in der Grafschaft informieren. Landkreis, Verbraucherzentrale und Energieagentur Niedersachsen unterstützen das Projekt.

 

beraten auch diesen sommer wieder ueber die solarnutzung in 559228

Beraten auch diesen Sommer wieder über die Solarnutzung in der Grafschaft: die Energieberater Dorit Homann-Perkuhn, Michael Langer und Günther Nöst zusammen mit Klimaschutzmanager Stephan Griesehop (von links). Foto: Landkreis

 

Nordhorn Passend zur Jahreszeit können sich ab sofort Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern in der Grafschaft zum Thema Solarenergie beraten lassen. Ermöglicht wird dies durch die Kooperation des Landkreises mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachen und der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

So konnten bei der erstmaligen Durchführung von Solar-Checks im Sommer 2019 mehr als 180 Beratungstermine vermittelt werden. Aufgrund dieser hohen Nachfrage freut sich Klimaschutzmanager Stephan Griesehop, dass es nun eine Neuauflage des Angebots gibt und trotz der Coronasituation Beratungstermine vereinbart werden können. „Eine Evaluation der letztjährigen Beratungskampagne hat gezeigt, dass die individuellen Vor-Ort-Beratungstermine eine sehr gute Grundlage und Entscheidungshilfe bei den Überlegungen rund um den Bau einer Solaranlage sind“, ermuntert der Klimaschutzmanager Interessierte, das bis Ende August laufende Angebot in Anspruch zu nehmen.

Wie die zirka 90-minütigen Termine ablaufen, beschreibt Karin Merkel von der Verbraucherzentrale. „Bei den Hausbesuchen erfahren die Eigentümer zum Beispiel, welche Möglichkeiten es in ihren Gebäuden gibt, mit einer Solarwärmeanlage die Warmwasserbereitung und auch die Heizung zu unterstützen oder mit einer Fotovoltaikanlage Strom zu erzeugen. Im Nachgang erhalten die Ratsuchenden einen schriftlichen Bericht zur Solareignung ihres Hauses und ausführliche Informationsmaterialen“, sagt Merkel, die betont, dass sich Berater und Hauseigentümer an die Abstands- und Hygieneregeln halten müssen. Formalitäten und die Daten zum Energieverbrauch können deshalb dieses Jahr auch bereits vorab telefonisch oder per Mail ausgetauscht werden.

Wie die durchgeführten Beratungen 2019 gezeigt haben, interessieren sich die Grafschafter Hauseigentümer vor allem für die Stromerzeugung auf dem eigenen Dach. Dies verwundert kaum, so Griesehop, der darauf verweist, dass die sinkenden Preise für Solarmodule die Stromerzeugung bereits zu 10-12 Cent pro kWh ermöglichen, was deutlich günstiger ist als der Strombezug mit durchschnittlich 30 Cent pro kWh. Es lohnt sich also, möglichst viel des selbst erzeugten Stroms im eigenen Haushalt zu verbrauchen. Durch die Ersparnis gegenüber dem Strombezug aus dem Netz refinanzieren sich die Anlagenkosten zumeist innerhalb von zehn bis 20 Jahren. Für den nicht selbst genutzten Strom, der ins Netz eingespeist wird, erhalten Hauseigentümer aktuell außerdem noch zirka 9 Cent pro kWh.

Unter diesen positiven Voraussetzungen wurden 2019 deutlich mehr Solarstromanlagen gebaut als in den Vorjahren. So wurden nach Angaben der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen in der Grafschaft im vergangenen Jahr rund 18,4 MW Leistung neu installiert. Insgesamt verfügt die Grafschaft damit derzeit über rund 165 MW installierter Leistung an Solarstrom. Nur in fünf niedersächsischen Landkreisen liegt diese Leistung noch höher. Noch ein Indiz dafür, wie hoch das Interesse der Grafschafter an der klimafreundlichen Produktion sauberen Solarstroms ist, freut sich Klimaschutzmanager Griesehop.

Wichtig ist den Kooperationspartnern, dass die Beratungen hersteller-, produkt- und gewerkeneutral erfolgen. Da der Solar-Check Bestandteil der Energieberatung der Verbraucherzentrale ist und durch das Bundeswirtschaftsministerium gefördert wird, beträgt der Eigenanteil an der Beratung für die Hauseigentümer nur 30 Euro.

Anmeldungen für den Solar-Check nimmt das Klimaschutzmanagement des Landkreises telefonisch unter der Nummer 05921 962310 oder per Mail an stephan.griesehop@grafschaft.de entgegen. Weitere Informationen unter www.klimaschutz.grafschaft-bentheim.de